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Aktuelles

Ton.Labor Görlitz e.V.

 

Klarer Klang in kahlen Räumen

 

Die RABRYKA in Görlitz klingt jetzt noch besser - dank YouTube. Jede*r kennt das Problem: man kommt zu einem Konzert in eine Halle und der Sound ist einfach Mist. Teilweise können die Technik, Musiker*innen und Techniker*innen noch so gut sein, doch wenn die Raumakustik schlecht ist, helfen nur Akustikelemente. Das Problem ist wahrscheinlich jedem/-r bekannt, der/die schon einmal in einem leeren Raum stand. Es hallt und man versteht kaum das Wort des Gegenübers. Auch die RABRYKAnt*innen waren unzufrieden mit dem Hörerlebnis in ihrem Veranstaltungsraum und haben deshalb im September in Kooperation mit dem Ton.Labor Görlitz e.V. einen entsprechenden Workshop zum Thema Raumakustik durchgeführt, an dessen Ende die praktische Umsetzung stand.

Aber von vorne. Was braucht es, um einen Raum besser klingen zu lassen? Um diese Frage zu beantworten, sollte man sich fragen: Wie soll der Raum denn klingen? Wozu nutze ich den Raum? Was höre ich? Sind es Konzerte, Filme oder Reden? Denn je nach Anforderung, sollte der Raum auch anders klingen. Kirchen sind zum Beispiel nicht ohne Grund sehr hallig gebaut, damit hier eine ehrfürchtige Geräuschkulisse entsteht, bei der das gesprochene Wort an möglichst vielen unterschiedlichen Orten zu hören ist. (Heim-)Kinoräume versuchen, den Klang möglichst unverfälscht wiederzugeben, damit das Filmerlebnis nicht verzerrt wird.

Hat man diese Fragen beantwortet, folgen weitere. Wie groß ist mein Raum? Welche Form hat der Raum? Ist er rund, quadratisch oder gewölbt? Welche Beschaffenheit haben meine Wände?  Denn Raumakustik hat logischerweise viel mit Schall und Schallausbreitung zu tun. Die wird natürlich sehr stark durch die Eigenschaften des Raumes beeinflusst.

Im Ton.Labor-Workshop der RABRYKA wurden diese Fragen ganz pragmatisch beantwortet - nämlich mit YouTube. Denn es bedarf nicht zwangsläufig eines professionellen Akustikbauers und sehr teurer Akustikelemente. Viel Wissen kann man sich bequem von Expert*innen bei YouTube vermitteln lassen und selbst Bautipps für eigene Elemente findet man dort. Auf Kanälen wie dem von David Browne werden viele Grundlagen vermittelt, die für den Einstieg in diese Welt erforderlich sind.

Nach ein paar kurzen Notizen als Antwort auf alle relevanten Fragen, ging es beim Workshop ans Bauen. Bretter, Schrauben, Dämmwolle und Tücher - schon waren sie fertig, die neuen schallschluckenden Elemente.

Und tatsächlich, eine Messung mit einem entsprechenden kostenlosen Programm hat eine deutlich kürzere Nachhallzeit ergeben. Der Raum klingt jetzt „trockener“ und hallt nicht mehr sekundenlang nach. Eigene Elemente sind nicht billig, jedoch weitaus günstiger als professionelle. Ca. 50 EURO hat jedes Element am Ende gekostet. Für einen besseren Klang zu Hause helfen noch ganz simple Tricks: Ein offener Kleiderschrank, Stoffe, Teppiche, Pflanzen oder ein Bücherregal sorgen für mehr Schallabsorption. Hauptsache, es gibt keine kahlen, glatten, geraden Wände.

Wen das Thema interessiert, kann sich gern bei den Jungs vom Ton.Labor Görlitz e.V. melden. Sie stehen euch bei Einstiegsfragen gern zur Verfügung.

Einen Tipp gibt es bereits hier: Eierpappen an den Wänden bringen neben Gestank und Brandgefahr absolut nichts für ein besseres Hörerlebnis. Sie dämpfen sehr gering einen winzigen Teil der Frequenzen. Im schlechtesten Fall wird die Raumakustik dadurch noch schlechter, in jedem Fall jedoch nicht besser.

Kontakt & weitere Infos:

www.facebook.com/TonLaborGoerlitz

kontakt@tonlabor-goerlitz.de




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