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Projektlandkarte

Jugendclub "Conti" Markersdorf

Jugendclub "Conti" Markersdorf

Auf der Suche nach Jugendclubs, die sich in der Frühjahrsausgabe von „Jugendkultur Im Fokus“ präsentieren wollen, wurde unter anderem Kontakt zum Jugendclub „Conti“ in Markersdorf aufgenommen. Deren Mitglieder waren sehr gern bereit, ihren Jugendclub vorzustellen. Da die Zeitressourcen der Jugendclub-Mitglieder es nicht hergaben, selbst einen Beitrag zu schreiben, wurde ein Interview-Termin direkt im Jugendclub vereinbart. Anwesend waren neben dem Vereinsvorsitzenden und einem langjährigen Mitglied auch 3 neue Mitglieder des Jugendclubs. Im Verlauf des Interviews zeigte sich recht schnell, dass der Jugendclub „Conti“ mit denselben Problemen zu kämpfen hatte, wie viele andere Jugendclubs auch: Nachwuchsprobleme, Vereinsfragen sowie dringend notwendige Investitionen und Reparaturen. Deshalb wurde auch gleich ein Folgetermin vereinbart, um zu den angesprochenen  Themen eine Beratung durchzuführen. Diese Beratung fand im März des vergangenen Jahres zu folgenden Themen statt: Vereinsrecht, Aktualisierung der Satzung, Gemeinnützigkeit und Versicherungen.

Vor allem die 3 neuen jugendlichen Mitglieder des Jugendclubs zeigten großes Interesse daran, eigene Veranstaltungen durchzuführen, um darüber den Jugendclub wieder bekannter zu machen und schließlich auch neue Jugendliche als Mitglieder gewinnen zu können. Auch hierbei konnte der Jugendclub „Conti“ unterstützt werden. Zum einen wurden 2 Flyer-Workshops durchgeführt, bei denen am Beispiel der eigenen geplanten Veranstaltungen gezeigt wurde, wie die Jugendlichen ihre Flyer und Plakate für die Veranstaltungen mit kostenfreien Programmen selbst gestalten können. Zum anderen wollten die Jugendlichen gern einen Teil der veralteten bzw. defekten Veranstaltungstechnik im Jugendclub ersetzen. Hierfür konnten ein paar Stiftungen gefunden werden und mit Unterstützung entstand schließlich auch ein entsprechendes Konzept, dass bei 2 Stiftungen eingereicht wurde. Während einer der Anträge leider unbeantwortet blieb, erhielten die Jugendlichen jedoch von der Sächsischen Jugendstiftung eine Förderzusage für ihr Projekt und konnten die benötigte Technik besorgen. Seitdem haben die Jugendlichen mehrere Veranstaltungen organisiert und durchgeführt. Damit erreichten sie außerdem ihr Ziel, neue Mitglieder für den Jugendclub zu finden. Zum Jahresende konnte der Jugendclub ca. 45 Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren zählen, die entweder schon Mitglied im Jugendclub geworden sind, über eine Mitgliedschaft nachdachten oder als regelmäßige Besucher*innen in den Jugendclub kommen. Die Jugendlichen selbst waren zum Teil selbst erstaunt, wie viele Jugendliche in ihrem Alter in Markersdorf und den umliegenden Orten leben.

Jugendclub "Conti" Markersdorf

Aktuell unterstützen wir den Jugendclub bei der Finanzierung von Projekten. Des Weiteren überarbeiten wir  zusammen die bisherige Satzung des Vereins. Der Jugendclub möchte gern wieder die Gemeinnützigkeit erhalten, um wieder Angebote für Jugendliche aus Markersdorf zu schaffen.

Hier ein aktueller Bericht über den Jugendclub "Conti" Markersdorf

1996 in Markersdorf – die Jugend trifft sich an der Tankstelle. Einen anderen Treffpunk gab es nicht. Dass das auf Dauer aber nicht funktionieren kann, war klar und ein schöner Ort als Jugendtreff ist eine Tankstelle nun einmal auch nicht. Eine Lösung musste her - die Jugendlichen von Markersdorf sollten einen eigenen Treff bekommen. Dabei unterstützte sie der damalige Bürgermeister und schon bald konnten sie zwei Baucontainer erstmal als Jugendclub nutzen. Von diesen stammt auch der Name „Conti“.

Zwei Jahre sind dann vergangen, bis ein richtiger Jugendclub gebaut werden konnte. Dafür stellte die Gemeinde ein Grundstück und die Materialien zur Verfügung. Die Bauleistung übernahmen die jungen Leute selbst. Insgesamt zwei Jahre dauerte der Bau des Jugendclubs im heutigen Gewerbegebiet am Rand von Markersdorf. Im Jahr 2000 konnte schließlich die Einweihungsparty stattfinden, doch schon während der Bauphase fand die eine oder andere kleine Party statt und daneben standen immer die beiden Baucontainer, die noch bis heute erhalten geblieben sind.

Seitdem lief es, wie in vielen anderen Jugendclubs auch – sich treffen, quatschen, Musik, Karten spielen, Dart, Fernsehen, Turniere, gemeinsame Ausflüge, spontane Partys und Vermietungen. Und auch ein paar größere Veranstaltungen durften nie fehlen.

In Markersdorf ist das vor allem das traditionelle Mai-Fest mit Live-Musik und DJs im Getreidelager auf dem Agrargelände des Ortes. Dabei unterstützt wird der Jugendclub vor allem durch die Freiwillige Feuerwehr, den Agrarbetrieb und regionale Firmen. Alle zusammen machten es möglich, dass sich bei diesem Fest zu Höchstzeiten schon bis zu 1.500 Gäste tummeln konnten. Heute sind es meist um die 700 Gäste.

Rückläufig wie die Gästezahlen bei Veranstaltungen sind leider auch die Mitgliederzahlen im Jugendclub selbst. Waren es damals bei der Gründung des Vereins ca. 40 Mitglieder zwischen 16 und 18 Jahren, sind es heute nur noch 20 im Alter von 16 bis 36 Jahre, von denen gerade mal 10 wirklich aktiv sind – ein Problem, das nicht nur den Jugendclub in Markersdorf betrifft. Immer mehr Jugendliche verbringen viel Zeit zu Hause. Der Weg zum nächsten Jugendclub erscheint entweder zu weit oder man will nicht das erste Mal allein dorthin gehen.

Dabei gibt es rein gar nichts zu befürchten. Die jüngsten Mitglieder im Jugendclub Markersdorf sind auch noch recht neu dabei und mischen schon ordentlich mit. Ein paar neue Partys sind in Planung, um gerade die Jüngeren vor Ort anzusprechen – in der Hoffnung, dass wieder mehr junge Leute auch regelmäßig den Weg in den Jugendclub auf sich nehmen. Denn der Jugendclub bietet nicht nur fertige Veranstaltungen, auch eigenen Ideen können dort umgesetzt werden. So fand im Dezember letzten Jahres eine Nikolaus-Party statt und am 04. April ist eine Oster-Party geplant.

Neue helfende Hände und Unterstützung sind aber auch für das Gebäude selbst gefragt. Einige Reparaturen und Renovierungen sind bitter nötig. Vor allem das Dach und eine Außenwand müssen auf Vordermann gebracht werden, da dort immer wieder Wasser eintritt.

 



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